1385 Leipzig ist der coolste Ort in Sachsen

Die kreative Mischung aus Boheme, Bürger- und Revoluzzertum, das vor 30 Jahren das Ende der DDR einläutete, prägt Leipzig. Das macht die sächsische Metropole zu einem der spannendsten Reiseziele Deutschlands.

Für Goethe war die Stadt ein Klein-Paris, zu DDR-Zeiten war sie dank der großen Messen ein Fenster zum Westen, heute feiern viele Leipzig als das „neue Berlin“, genauso kreativ, genauso lebhaft, genauso reich an Kultur, aber günstiger als die Hauptstadt. Die Reiseführer-Bibel „Lonely Planet“ kürte Leipzig (vor dem Dauerrivalen Dresden) denn auch zu Sachsens coolster Stadt.

Da ist was dran: Die kreative Mischung aus Boheme, Bürger- und Revoluzzertum, das vor 30 Jahren das Ende der DDR-Diktatur einläutete, prägt den Ort – und macht ihn zu einem der spannendsten Reiseziele Deutschlands, das aus allen Ecken der Bundesrepublik gut mit der Bahn zu erreichen ist.

Anreise mit der Bahn

Direkt im Stadtzentrum liegt der Hauptbahnhof, Baujahr 1915, einer der größten im Land (23 Gleise) und allein schon eine Sehenswürdigkeit: Von Wartesälen bis zu Eingangshallen ist alles prachtvoll – und doppelt vorhanden, weil er je zur Hälfte für die preußische und die sächsische Bahn gebaut wurde.

Mit dem ICE kommt man ohne Umsteigen von HamburgBerlin, Frankfurt, Erfurt, München, Nürnberg und Dresden hierher, Richtung Köln und Düsseldorf gibt es eine direkte IC-Verbindung.

Die Stadt erkunden

Am besten zu Fuß! Leipzig ist kompakt, die Innenstadt ist durchzogen von Fußgängerzonen und einem kilometerlangen, europaweit einmaligen Netz historischer Passagen. Die ersten entstanden vor 500 Jahren, am bekanntesten ist die Mädlerpassage mit „Auerbachs Keller“, einer der Schauplätze in Goethes „Faust“.

Wer lieber mit dem Rad fährt: Leihräder von Nextbike.de sind in weiten Teilen des Stadtgebiets zu haben (ab einem Euro für 30 Minuten, neun Euro pro Tag).

Die ungewöhnlichste Stadtrundfahrt bieten die Leipziger Verkehrsbetriebe an: eine Zwei-Stunden-Tour mit der Straßenbahn in gläsernen oder offenen Tramwagen durch Gründerzeitquartiere und alte Industrieviertel, vorbei an Schillerhaus und Rathaus bis raus zum Völkerschlachtdenkmal (samstags und sonntags, Ticket: 15/17 Euro).

Und dann sind da noch Weiße Elster, Pleiße und Karl-Heine-Kanal, zu DDR-Zeiten verdreckt, heute ein schönes Revier für individuelle oder geführte Kanutouren und für Ausflüge im offenen Elektroboot durch den aufgemöbelten Industriestadtteil Plagwitz oder den Leipziger Auenwald (ranaboot.deelsterboot.de).

Sightseeing in Leipzig

Die 854 Jahre alte Nikolaikirche ist ein Muss: Nicht nur wegen ihres fotogenen pastellfarbigen Inneren, sondern weil von ihr die Kraft ausging, die 1989 den Mauerfall einleitete – von hier starteten die Montagsdemonstrationen.

Ein paar Gehminuten entfernt zeigt die Gedenkstätte „Runde Ecke“ im früheren Leipziger Stasi-Hauptquartier in Originalräumen (Linoleumböden, braune Tapeten, Fenstergitter) die bedrückende Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“ über den Unterdrückungsapparat in der DDR.

Ein weiteres Highlight, das aber gute Laune macht, ist die sechs Hektar große Baumwollspinnerei im Stadtteil Lindenau, ein Konvolut aus backsteinernen Werkshallen und Schornsteinen, bis zur Wende ein volkseigener Betrieb, seit Mitte der 90er-Jahre Deutschlands größte Kunstfabrik, vom „Guardian“ als „hottest place on earth“ gefeiert. Über 100 Künstler sind hier in turnhallengroßen Ateliers zugange (der bekannteste: Neo Rauch), elf Galerien stellen Zeitgenössisches von Weltrang aus, regelmäßig finden Spinnerei-Rundgänge statt, jeden Freitag und Samstag kleinere Führungen (spinnerei.de).

Natürlich hat Leipzig auch Klassisches zu bieten: Die Thomaskirche ist Wallfahrtsort für Fans von Johann Sebastian Bach, der hier als Kantor wirkte, und Heimat des Thomanerchors; freitags und samstags kann man Motetten mit den berühmten Sängerknaben besuchen.

Empfehlenswerte Unterkünfte

Gleich gegenüber vom Hauptbahnhof liegt im historischen Stadtkern das „Seaside Park Hotel“, freundlich, hell und farbenfroh, Doppelzimmer ab 114 Euro (parkhotelleipzig.de).

Leipzigs spannendste Unterkünfte bietet die „Pension Meisterzimmer“ auf dem Gelände der Baumwollspinnerei – vier loftartige Apartments, verteilt über die alten Fabrikbauten, zwischen 42 und 116 Quadratmeter groß, eingerichtet mit einer Mischung aus Industrial Chic und Bauhaus, Doppelzimmer 90 bis 110 Euro (meisterzimmer.de).

Essen & Trinken

Die Allerwelts-Gemüsemischung Leipziger Allerlei für einen Leipzig-Besuch zu empfehlen wäre etwas banal. Spannender sind Leipziger Lerchen – nicht die Singvögel (die dürfen seit 1876 nicht mehr gefangen und verzehrt werden), sondern Marzipangebäck in Pastetenform, das damals als Ersatz-Spezialität kreiert wurde.

Spitzenqualität verkauft die Handwerksbäckerei Kleinert (Brühl 14/16), Lerchen serviert auch das „Kaffeehaus Riquet“ in einem Jugendstilbau mit Elefanten-Deko (Schuhmachergässchen 1). Wer sächsische Küche und historisches Ambiente mag, ist in „Auerbachs Keller“ von 1525 richtig (unbedingt probieren: Leipziger Schwarzbierfleisch), während das „Stelzenhaus“ exotische Gerichte mit Blick auf den Karl-Heine-Kanal auftischt, etwa Ossobuco mit Vanille.

Auf einen Absacker wechselt man dann in die „KarLi“ (Karl-Liebknecht-Straße), Leipzigs Szeneviertel, wo sich so viele lässige Clubs, Bars und Tanzkeller aneinanderreihen, dass man sich glatt vorkommt wie in Berlin-Kreuzkölln.

Dieser Artikel wurde erstmals im Mai 2019 veröffentlicht.

Quelle: welt.de

Categories: Wissen-Spezial | Comments 1382 Immobilienmarkt und Corona: Krise? Welche Krise?

Der Immobilienmarkt zeigt sich trotz der Pandemie weitgehend stabil, vor allem im Wohnimmobilien-Segment. Schwächelt die Wirtschaft länger als gedacht, könnte sich die Lage allerdings verschlechtern.

Unter Anlegern wächst die Angst vor einem neuen Börsencrash. Die Unternehmenszahlen aus dem ersten Quartal sind enttäuschend ausgefallen. Anders sieht es am Immobilienmarkt aus: Dieser präsentiert sich geradezu als Muster an Stabilität. Blickt man auf die Metropolregionen München, Frankfurt und Stuttgart, sieht man bei Häusern und Eigentumswohnungen im ersten Quartal 2020 weiter steigende Preise. „Auch die Märkte Dortmund, Düsseldorf und Köln zeigen sich vom Virus weitestgehend unbeeindruckt. Überall sind die Preise für Wohnungen und Häuser im ersten Quartal 2020 mit Raten zwischen zwei und vier Prozent weiter gestiegen“, sagt Thomas Przytulla, Immobilienexperte beim Baufinanzierungsspezialisten Dr. Klein. Lediglich die Dynamik, mit der die Preise steigen, hat sich zuletzt etwas abgeschwächt.

Auch Pekka Sagner, Experte für Wohnungspolitik und Immobilienökonomik am Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), sieht den Immobilienmarkt bislang unbeeindruckt von der Covid-19-Pandemie. „Die Coronakrise ist – noch – eine Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise“, sagt er. Die Nachfrage nach Wohnraum ist weiterhin so hoch, dass das bestehende Angebot nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken. Das treibt die Mieten und die Kaufpreise trotz Corona in die Höhe. Falls allerdings dauerhaft viele Menschen arbeitslos bleiben, die Wirtschaft langfristig schwächelt und die Löhne sinken, könnte der Trend drehen, warnt Sagner.

Größere Auswirkungen auf dem Markt für Büroimmobilien

Am Büro- und Gewerbemarkt sieht es für Investoren schon jetzt etwas weniger rosig aus. „Umfassende Stützungsmaßnahmen wie das 130 Mrd. Euro schwere Konjunkturpaket begrenzen zwar den durch die Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Schaden. Dennoch dürfte die Büroflächen-Nachfrage spürbar schwächer ausfallen als in den Vorjahren“, schreibt Thorsten Lange, Volkswirt der DZ Bank, in einer Studie des genossenschaftlichen Instituts zum Büroimmobilienmarkt. Darauf deute der von Unternehmen wie BMW, Fraport, Lufthansa und ZF angekündigte Stellenabbau hin. Die Büro-Leerstände könnten im weiteren Verlauf der Corona-Krise um ein bis zwei Prozentpunkte zunehmen, prognostiziert Lange. Weil der Büromarkt vor der Krise übersättigt war, dürften die Leerstände allerdings überschaubar bleiben, ebenso wie die Mietrückgänge: „Diese könnten sich bis 2021 auf den mittleren einstelligen Prozentbereich beschränken.“

Bei Büroimmobilien dürften sich auch die Flexibilisierung von Arbeitsplätzen und der Siegeszug des Homeoffice bemerkbar machen. „Diese Effekte könnten sich am Büromarkt schon frühzeitig auswirken, wenn Unternehmen und andere Arbeitgeber Entscheidungen über neue Büroflächen erst einmal hinauszögern, um den zukünftigen Flächenbedarf eingehend zu analysieren“, sagt Lange. Das Büro ist seiner Einschätzung nach trotzdem kein Auslaufmodell: „Der Mensch ist ein soziales Wesen. Direkte Kommunikation und Teamarbeit führen auf Dauer zu besseren Ergebnissen als hundert Prozent Homeoffice.“

 

von Lilian Fiala

Quelle: capital.de

Categories: Wissen-Spezial | Comments 1378 Das kleine Immobilien-Seminar

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„Erfrischend, innovativ und pausenlos interessant. Ich war froh, zeitgemäße Ansichten kennengelernt zu haben.“ – Dr. A.A., Zahnärztin

Categories: Wissen-Spezial | Comments 1358 Immobilienbrief 62

Folgt auf den Aktiencrash der Immobiliencrash?

HR_Immobrief62_v04_Mail

Categories: Immobilien-Brief | Comments
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