1317 Immobilien-Kompass

Capital: Markt für Wohnimmobilien wird sich nach Corona schneller stabilisieren als für Gewerbeimmobilien

Berlin, 16. April 2020 – Der Immobilienmarkt, der die vergangenen Jahre nur eine Richtung kannte, verharrt zurzeit ausgelöst durch die Corona-Krise in einer Zwangspause. „Nach der Schockstarre wird der Markt aber wieder in Gang kommen“, erklärte iib-Chef Dr. Peter Hettenbach gegenüber dem Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘ (Mai-Ausgabe) für den jüngsten „Capital Immobilien-Kompass“, dem umfangreichsten unabhängigen Bericht zur Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt. „Ich gehe davon aus, dass sich der Wohnimmobilien-Markt schneller wieder stabilisieren wird als der für Gewerbeimmobilien“, ergänzt der Immobilien-Experte seine Prognose.

Gemeinsam mit dem Immobilien-Institut iib Dr. Hettenbach analysiert das Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘ jedes Jahr für seine Mai-Ausgabe auf der Basis der geforderten Kauf- und Mietpreise auf allen relevanten Online-Immobilien-Portalen und den Angeboten von Projektentwicklern die Marktentwicklung in den 40 wichtigsten Städten des Landes. Aufgrund der schwer vorhersehbaren Entwicklung verzichtet ‚Capital‘ auf die sonst im Immobilien-Kompass enthaltenen Preis-Prognosen für die nächsten zwölf Monate. Neu ist in diesem Jahr die von ‚Capital‘ und dem iib Dr. Hettenbach Institut gemeinsam entwickelte, detaillierte Wohnmarkt-Analyse, die sich Immobilienbesitzer kostenlos im Internet unter capital.de/wohnmarktanalyse erstellen lassen können.

Der Professor für Immobilienmarketing an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Prof. Dr. Stephan Kippes, erwartet keine allzu schnelle Erholung nach der Krise. Gegenüber ‚Capital‘ sagte er: „Zum großen Ansturm auf die Immobilien kann es gar nicht kommen, weil zu wenig Angebot da sein wird. Gerade in diesen Zeiten hält doch jeder Immobilienbesitzer erst recht die Füße still.“

Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Categories: Wissen-Spezial | Comments 1312 Feuchtigkeit in der Wohnung

Gezielte Sanierung schützt Gesundheit

10,5 Millionen Kinder unter 16 Jahren leben in Deutschland. 1,53 Millionen von ihnen klagen über Feuchtigkeit in ihren Wohnräumen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Studie der Denkfabrik RAND Europe. Dabei können die gesundheitlichen Folgen für Kinder erheblich sein: Asthma, Allergien und Neurodermitis sind häufige Krankheitsbilder. Durch gezielte Sanierungen sowie richtiges Lüften und Heizen lassen sich die Ursachen beseitigen – und gesundheitliche Folgen vermeiden.

Dass Kinder, die in einer feuchten Wohnung aufwachsen oder auch nur das erste Lebensjahr verbringen, Gefahr laufen, an Asthma, Allergien oder Neurodermitis zu erkranken, belegt die internationale Langzeitstudie ISAAC (International Study of Asthma and Allergies in Childhood). Für sie wurden über 46.000 Eltern in 20 Ländern nach dem Gesundheitszustand ihrer acht- bis zwölfjährigen Kinder – aktuell und im ersten Lebensjahr – sowie nach Feuchtigkeitsflecken und Schimmel an Wänden oder Decken ihrer Wohnung befragt. Außerdem haben die Wissenschaftler bei über 26.000 Kindern Allergietests durchgeführt. „Unsere Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen feuchten Wohnbedingungen und Asthma, allergischem Schnupfen und Neurodermitis und zwar unabhängig von der allergischen Disposition – also der Veranlagung – des Kindes. So fasst Dr. Gudrun Weinmayr vom Ulmer Institut für Epidemiologie und Biometrische Medizin das Ergebnis zusammen. „Es handelt sich sogar um den stärksten und konsistentesten Zusammenhang mit einem Umgebungsfaktor, den wir im Laufe der Studie festgestellt haben.“ Danach sind Feuchtigkeit und Schimmel eher noch als Hausstaubmilben Auslöser der allergischen Erkrankungen.

Bei Feuchtigkeit und Schimmelpilzbefall sofort handeln

„Die Verbindung von feuchten Räumen und allergischen Erkrankungen gerade bei Kindern deckt sich auch mit unserer Erfahrung aus tausenden Sanierungen“, betont Dipl.-Ingenieur Thomas Molitor, stellvertretender Technischer Leiter von ISOTEC. Das Unternehmen ist seit 30 Jahren auf die Sanierung von Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden und Schimmelpilzbeseitigung spezialisiert. Ingenieur Molitor rät: „Sind Räume einmal von Feuchtigkeit und Schimmelpilzen befallen, sollte sofort gehandelt werden.“ Von vielen wird als erste Maßnahme das Abwischen mit 70-80%-igem Isopropyl-Alkohol empfohlen. Doch Vorsicht! Der Schimmel kann beim Abwischen gesundheitsgefährdende Sporen freisetzen, die sich im ganzen Wohnraum verteilen. „Schimmelpilze sollten deshalb stets vom Fachmann entfernt werden“, so Thomas Molitor. Dies ist auch die Empfehlung des Bundesumweltamtes, wenn der Befall eine Fläche von einem halben Quadratmeter und mehr erreicht hat.

Nach der Schimmelpilzbeseitigung empfiehlt es sich bei kondensationsbedingtem Schimmel, Wände oder Decken mit ISOTEC-Klimaplatten auszustatten. Diese Calciumsilikatplatten dämmen die Wände und regulieren das Raumklima, indem sie überflüssige Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, speichern und beim Absinken der Raumluftfeuchtigkeit großflächig wieder abgeben. Kondensationsbedingte Schimmelschäden werden damit für die Zukunft ausgeschlossen. Zusätzlich entsteht ein angenehmes und lebenswertes Raumklima.

Beste Prävention: Richtig lüften und klug heizen

Unerlässlich ist immer ein richtiges Lüften der Wohnräume. „Stoßlüften mit komplett geöffneten Fenstern ist die beste Methode. Der Austausch der Raumluft ist 30 Mal höher als bei gekippten Fenstern“, betont Diplom-Ingenieur Molitor. Drei bis fünf Mal für ca. fünf bis zehn Minuten an Stoßlüftung reichen und verhindern auch im Winter ein zu starkes Auskühlen der Räume.

Das richtige Lüften wird durch ein kluges Heizen komplettiert. Dafür gilt: Selbst wenn tagsüber – auch für längere Zeit – niemand zuhause ist, muss bei niedrigen Außentemperaturen durchgehend geheizt werden. Die Raumtemperatur sollte 16 °C nicht unterschreiten. Bei Wohnräumen wird eine stabile Temperatur von mindestens 19 bis 21°C empfohlen, bei wenig genutzten Zimmern wie etwa Gästezimmer, oder Abstellkammer reicht eine Temperatur von mindestens 16 °C.

„Wenn beides stimmt, das Lüftungs- und das Heizverhalten, wird eine zu hohe Raumluftfeuchte von mehr als 70 Prozent in Wohnräumen vermieden. Die Gefahr eines Schimmelpilzbefalls ist damit auf ein Minimum reduziert“, fasst Experte Thomas Molitor zusammen.

Original-Content von: ISOTEC GmbH

Categories: Wissen-Spezial | Comments 1288 Schenkung – ganz oder nur ein bisschen?

Die eigene Immobilie wird mit zunehmendem Alter oft zur Last. Kommt ein Verkauf nicht in Betracht, soll diese oftmals an die nächste Generation weitergegeben werden. Im Rahmen einer solchen Übertragung stellen sich einige persönliche, rechtliche und steuerliche Fragen.

Übertragung zu Lebzeiten – oder doch vererben?

Viele Immobilieneigentümer wissen nicht, ob sie die eigene Immobilie verschenken oder vererben sollen. Eine schenkweise Übertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge zu Lebzeiten kann eine Alternative zum Vererben sein. Auch eine Kombination aus beiden Vorgehensweisen ist denkbar. Beweggründe hierfür können neben der Vermeidung von Erbschaftssteuer, das Ausnutzen von steuerlichen Freibeträgen oder auch ein etwaiger drohender Sozialhilferegress sein. „Welcher Weg der richtige ist, hängt von zahlreichen Aspekten ab. Eine eingehende rechtliche und steuerliche Beratung ist hier unabdingbar“, so Dr. Felix Ungerer, Geschäftsführer der Notarkammer Baden-Württemberg.

Möchte der Schenker das Immobilieneigentum übertragen, aber dennoch in der Immobilie wohnen bleiben oder anderweitig Nutzen daraus ziehen, können rechtliche Vorkehrungen getroffen werden: Neben einem vertraglichen Rückforderungsrecht kann sich der Schenker auch Nutzungsrechte, wie etwa ein lebenslanges Wohnrecht, als Absicherung vorbehalten.

Rückforderungsrecht oder „das Geschenk an der Leine lassen“

Ist ein Rückforderungsrecht vereinbart, kann der Schenker bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen das Geschenk zurückfordern. Üblicherweise werden in einer solchen Klausel Situationen wie der Tod des Beschenkten, Insolvenz, Zwangsversteigerung oder Scheidung geregelt. Möchte der Schenker das Geschenk noch enger „an der Leine lassen“, wird ein Rückforderungsrecht auch für den Fall vereinbart, dass der Beschenkte die Immobilie ohne Zustimmung des Schenkers veräußert oder belastet. Ohne eine solche Klausel blieben dem Schenker nur die gesetzlich verankerten Rückforderungsrechte bei eigener Verarmung oder wegen „groben Undanks“ des Beschenkten, deren tatbestandliche Voraussetzungen sehr streng sind. Das vertraglich vereinbarte Rückforderungsrecht wird meist im Grundbuch durch eine sog. Vormerkung abgesichert.

Nießbrauch und Wohnungsrecht

Häufig vorbehaltene Nutzungsrechte sind der Nießbrauch und das Wohnungsrecht. Beide werden im Grundbuch eingetragen. Welches Recht gewählt wird, ist eine Frage des Einzelfalls. „Während der Nießbrauch immer das Nutzungsrecht an der gesamten Immobilie umfasst, kann ein Wohnungsrecht auch an einzelnen Räumen bestellt werden“, erläutert Dr. Ungerer. Unterschiede bestehen auch hinsichtlich einer Vermietung der Immobilie: Bei einem bloßen Wohnungsrecht erlangt der Berechtigte die Befugnis, die jeweiligen Räume selbst zu bewohnen. Ein Nießbrauchrecht hingegen ermöglicht eine umfassende Nutzung der Räume, wozu die Vermietung und Mieteinnahmen zählen.

Vorbehaltene Nutzungsrechte reduzieren den Wert des Geschenkes und können so den an sich steuerpflichtigen Erwerb mindern. Neben steuerrechtlichen Aspekten, sind auch Auswirkungen auf Pflichtteilsrechte und Sozialleistungen im Blick zu behalten. Ihr Notar wird Sie darüber umfassend beraten.

 

Original-Content von: Hamburgische Notarkammer
Quelle: presseportal.de
Categories: Immo-News | Comments 1282 Was Kreditnehmer und Immobilienkäufer jetzt wissen sollten

Baufinanzierung in der Corona-Krise: Was Kreditnehmer und Immobilienkäufer jetzt wissen sollten

Während die Corona-Krise die weltweiten Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt hat, reagieren Immobilienbesitzer mit bestehenden Krediten und Immobilienkäufer besonnen. „Bei der Finanzierung von Wohneigentum führt die Corona-Krise zu neuen Fragen und Bedürfnissen auf Kundenseite und in der Branche zu einem Digitalisierungsschub. Shutdown und Social Distancing erfordern innovative Wege für die Beratung sowie den Kauf- und Finanzierungsprozess. Banken und Vermittler stellen Angebote und Prozesse um“, sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe. Nach wie vor gelte es, für die Kunden individuell und langfristig tragbare Lösungen zu finden. Die Digitalisierung stelle sich an vielen Stellen als wertvoll heraus. Interhyp gibt Antworten auf fünf aktuell wichtige Fragen, die Baufinanzierungskunden in der Corona-Krise bewegen.

Ist es in der Corona-Krise möglich, einen Kredit zu erhalten?

„Die Branche hat schnell reagiert und digitale Prozesse vorangetrieben, sodass Immobilieninteressenten und Anschlussfinanzierer auch während der Corona-Krise eine private Baufinanzierung abschließen und dabei auf ein breites Angebot zugreifen können“, sagt Jörg Utecht. Viele Kreditinstitute haben auf Home-Office und digitale Prozesse umgestellt, berichtet Interhyp. Kundentermine werden per Telefon, zum Teil per Video angeboten. Zum Teil werden Video-Legitimationen genutzt. Einige Kreditinstitute verzichten auf Innenbesichtigungen oder nutzen Videobesichtigungen. Auch Interhyp setzt als Vermittler von privaten Baufinanzierungen seit Anfang März komplett auf telefonische Beratung, auf Wunsch mit Online-Unterstützung und Bildschirmübertragung. Bei der Immobiliensuche habe die Corona-Krise zu Einschränkungen bei Besichtigungen geführt, aber auch hier die Digitalisierung beschleunigt. Besichtigungen finden zum Beispiel online oder per Video-Besichtigung statt. Mitunter gibt es unter Einhaltung der Bestimmungen und Abstandsregeln auch Einzelbesichtigungen mit Maklern. Notartermine sind unter Einhaltung der geltenden Regeln möglich.

Was ist, wenn Kreditnehmer wegen der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten?

„Wir sehen, dass etliche Banken derzeit kulant und flexibel reagieren. Einige bieten zum Beispiel die Möglichkeit, fest vereinbarte Sondertilgungen zu verschieben und die Tilgung über mehrere Monate herabzusetzen oder ganz auszusetzen“, berichtet Jörg Utecht. Bei Zahlungsschwierigkeiten von Privatleuten in der Corona-Krise ist eine dreimonatige Stundung der Zins- und Tilgungsleistung seit kurzem gesetzlich geregelt. Interhyp rät, sich dazu gut zu informieren und bei Zahlungsschwierigkeiten auf das Kreditinstitut zuzugehen. Oft seien individuelle Lösungen möglich und sinnvoll. Tilgungsaussetzungen seien zum Beispiel zum Teil länger als gesetzlich geregelt möglich.

Was gilt in der Corona-Krise für die Finanzierung?

„Die Finanzierung muss jetzt und auch in Zukunft für den Kreditnehmer tragfähig sein. Wir raten immer und besonders in der derzeitigen Situation zur Besonnenheit und einer wohl überlegten Finanzierung“; erklärt Mirjam Mohr, Interhyp-Vorständin für das Privatkundengeschäft. Die Expertin empfiehlt Darlehen mit langen Zinsbindungen von mehr als 10 Jahren, hohen Anfangstilgungen von über drei Prozent und Möglichkeiten, flexibel auf Situationen reagieren zu können. Mirjam Mohr: „Kostenlose Tilgungssatzwechsel oder kostenlosen Optionen zur Sondertilgung machen die Finanzierung flexibler.“ In Sachen Eigenkapitaleinsatz gelte weiterhin die Regel, nach der viel Eigenkapital die Zinskondition verbessert. Mindestens die Kaufnebenkosten sollten durch Eigenkapital gedeckt sein, empfehlenswert seien in vielen Fällen zusätzlich zwanzig Prozent vom Kaufpreis.

Welche Auswirkungen hat die Krise auf die Bauzinsen?

Laut Interhyp sind die Bauzinsen seit einigen Wochen volatiler als üblich. Mirjam Mohr: „Trotz des leichten Konditionsanstiegs in den letzten Wochen finden Immobilieninteressenten noch immer günstige Zinsen auf vergleichsweise niedrigem Niveau vor – was zu leistbaren Finanzierungen führt.“ Auch die aktuelle Umfrage für den Interhyp-Zinsbericht zeigt, dass die Mehrheit der zehn befragten Kreditinstitute auf Jahressicht von gleichbleibenden Zinsen ausgeht, einige erwarten leicht steigende Zinsen.

Welche Auswirkungen wird die Corona-Krise auf die Nachfrage von Immobilien und Finanzierungen haben?

„Ob die Corona-Krise die Nachfrage nach Immobilien erhöht oder dämpft, lässt sich aktuell schwer abschätzen. Klar sagen lässt sich indes, dass Interessenten auf Kauf- und Verkaufsseite durch die Krise anders über das Investment nachdenken, es neu bewerten“, erläutert Jörg Utecht. In den vergangenen Jahren war die Immobilie als Sachwert in Krisenzeiten gefragt. Auch heute fehlt es vielen Anlegern an attraktiven Anlagealternativen. „Besonders für Eigennutzer zählt die Immobilie neben einer möglichen Aussicht auf Wertentwicklung vor allem als Zuhause, das Sicherheit, aber auch Unabhängigkeit verspricht. Die Immobilie bleibt eine der wenigen Anlageformen, die sich nutzen lässt und die einen Einfluss auf die Lebensqualität hat. Solange Menschen nach dem eigenen Zuhause streben, werden sie dafür Finanzierungen benötigen.“ Leichte Preisrückgänge könnten bei einer sich stabilisierenden Wirtschaftslage und weiterhin niedrigen Zinsen dazu führen, dass der Erwerb von Wohneigentum attraktiver wird.

 

Original-Content von: Interhyp AG
Quelle: presseportal.de
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