826 Wohnungseigentümer dürfen einheitliche Rauchwarnmelder in der WEG beschließen

Rauchwarnmelder sind inzwischen in fast allen Bundesländern vorgeschrieben.

Beschließen die Wohnungseigentümer, die Wohnungen mit Rauchwarnmeldern auszustatten, müssen sie nicht solche Wohnungen ausnehmen, deren Eigentümer bereits selbst Rauchwarnmelder installiert haben.

Hintergrund: Beschluss über Rauchwarnmelder

In einer Eigentümerversammlung beschlossen die Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft in Nordrhein-Westfalen, die Installation und die Wartung von Rauchwarnmeldern für sämtliche Wohnungen einer Fachfirma zu übertragen. Die Anschaffungskosten sollen aus der Instandhaltungsrücklage finanziert und die laufenden Kosten für die Wartung und Prüfung über die Jahresabrechnung nach Miteigentumsanteilen umgelegt werden.

Die Eigentümer mehrerer Wohnungen haben gegen den Beschluss Anfechtungsklage erhoben. Sie wenden ein, sie hätten ihre Wohnungen bereits mit Rauchwarnmeldern ausgestattet und möchten von der getroffenen Regelung ausgenommen werden.

 

Entscheidung: Einheitliche Ausstattung mit Rauchwarnmeldern zulässig

Die Anfechtungsklage hat keinen Erfolg.

Die Wohnungseigentümer können den Einbau von Rauchwarnmeldern in allen Wohnungen beschließen. Die Beschlusskompetenz umfasst auch die Entscheidung über eine regelmäßige Kontrolle und Wartung. Nach § 49 Abs. 7 Satz 4 BauO NRW muss zwar der unmittelbare Besitzer und nicht der Eigentümer die Betriebsbereitschaft sicherstellen. Die Wohnungseigentümer können aber dennoch eine einheitliche Wartung und Kontrolle der neu eingebauten Rauchwarnmelder durch eine Fachfirma beschließen.

Der Beschluss entspricht auch ordnungsmäßiger Verwaltung. Indem der Einbau und die Wartung von Rauchwarnmeldern für das gesamte Gebäude „in eine Hand“ gelegt werden, wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet. Durch die einheitliche Anschaffung und die einheitliche Regelung der Wartung und Kontrolle kann die Gemeinschaft sicherstellen, dass die Rauchwarnmelder den einschlägigen DIN-Normen entsprechen und durch qualifiziertes Fachpersonal installiert und gewartet werden.

Eine solche Regelung „aus einer Hand“ minimiert zudem versicherungsrechtliche Risiken. Es entspricht regelmäßig billigem Ermessen, wenn die Wohnungseigentümer diesen Interessen den Vorzug geben gegenüber den Interessen solcher Eigentümer, die in ihren Wohnungen schon eigene Rauchwarnmelder eingebaut haben und deshalb von einer einheitlichen Regelung ausgenommen werden möchten.

Individuelle Lösungen führen insbesondere in größeren WEGs zur Unübersichtlichkeit und zu einem erheblichen Mehraufwand für den Verwalter bei der Prüfung, ob im jeweiligen Einzelfall die Einbau- und Wartungspflicht erfüllt und der Nachweis darüber geführt ist. Wie ein solcher Nachweis aussehen soll, ist zudem unklar. Das kann zu Lücken in der Gebäudesicherheit führen. Aber auch in kleineren Gemeinschaften ist das den Wohnungseigentümern eingeräumte Ermessen nicht überschritten, wenn die Gemeinschaft den praktikabelsten und sichersten Weg zur Erfüllung der Pflicht zum Einbau und zur Wartung von Rauchwarnmeldern wählt. Demgegenüber ist die finanzielle Mehrbelastung von Wohnungseigentümern, der ihre Wohnung schon mit Rauchwarnmeldern ausgestattet haben, gering.

(BGH, Urteil v. 7.12.2018, V ZR 273/17)

 

Wie die Regelungen in den Bundesländern sind, erfahren sie hier:

 

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg

In Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg ist der Einbau von Rauchwarnmeldern gesetzlich geregelt. Auch Berlin führt ab 2017 eine Rauchwarnmelderpflicht ein.

 

Rauchwarnmelder in Baden-Württemberg

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Baden-Württemberg: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2014

Gesetzliche Grundlage: § 15 Abs. 7 der baden-württembergischen Landesbauordnung

Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, sowie Rettungswege von solchen Aufenthaltsräumen in derselben Nutzungseinheit sind jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Eigentümerinnen und Eigentümer bereits bestehender Gebäude sind verpflichtet, diese bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt die Verpflichtung selbst.

 

Rauchwarnmelder in Bayern

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Bayern: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2017

Gesetzliche Grundlage: Art. 46 Abs. 4 der Bayerischen Landesbauordnung

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

 

Rauchwarnmelder in Berlin

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Berlin: Ja, ab 1.1.2017

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2020

Gesetzliche Grundlage: § 48 Abs. 4 der Berliner Bauordnung, gültig ab 1.1.2017

In Wohnungen müssen

  1. Aufenthaltsräume, ausgenommen Küchen, und
  2. Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen,

jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2020 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den Mietern oder sonstigen Nutzungsberechtigten, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

 

Rauchwarnmelder in Brandenburg

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Brandenburg: Ja, ab 1.7.2016

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2020

Gesetzliche Grundlage: § 48 Abs. 4 der Brandenburgischen Bauordnung, gültig ab 1.7.2016

In Wohnungen müssen

  1. Aufenthaltsräume, ausgenommen Küchen, und
  2. Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen,

jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2020 entsprechend auszustatten.

 

Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern

In Bremen, Hamburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es gesetzliche Vorschriften über den Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen. Die Übergangsfristen für Bestandsbauten sind teilweise schon abgelaufen.

 

Rauchwarnmelder in Bremen

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2015

Gesetzliche Grundlage: § 48 Abs. 4 der Bremer Landesbauordnung

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2015 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

 

Rauchwarnmelder in Hamburg

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: Am 31.12.2010abgelaufen

Gesetzliche Grundlage: § 45 Abs. 6 der Hamburger Landesbauordnung

In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Vorhandene Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2010 mit Rauchwarnmeldern auszurüsten.

 

Rauchwarnmelder in Hessen

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2014

Gesetzliche Grundlage (ab 7.7.2018): § 14 Abs. 2 der Hessischen Bauordnung

Zum Schutz von schlafenden Personen müssen

  1. in Wohnungen die Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen,
  2. in sonstigen Nutzungseinheiten die Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen,

jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.

Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt

  1. in Wohnungen nach Satz 1 Nr. 1 den unmittelbaren Besitzerinnen und Besitzern,
  2. in Nutzungseinheiten nach Satz 1 Nr. 2 den Betreiberinnen und Betreibern,

es sei denn, die Eigentümerinnen oder die Eigentümer haben diese Verpflichtung übernommen.

Bestehende Nutzungseinheiten nach Satz 1 Nr. 2 sind bis zum 1. Januar 2020 entsprechend auszustatten.

Gesetzliche Grundlage (bis 6.7.2018): § 13 Abs. 5 der Hessischen Bauordnung

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen und Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen und Besitzern, es sei denn, die Eigentümerinnen oder die Eigentümer haben diese Verpflichtung übernommen.

 

Rauchwarnmelder in Mecklenburg-Vorpommern

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: Am 31.12.2009 abgelaufen

Gesetzliche Grundlage: § 48 Abs. 4 der Landesbauordnung von Mecklenburg-Vorpommern

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

 

Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland schreiben Rauchwarnmelder in neu gebauten Wohnungen vor. Die Übergangsfristen für den Bestand sind unterschiedlich.

 

Rauchwarnmelder in Niedersachsen

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Niedersachsen: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2015

Gesetzliche Grundlage: § 44 Abs. 5 der Niedersächsischen Bauordnung

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. In Wohnungen, die bis zum 31. Oktober 2012 errichtet oder genehmigt sind, hat die Eigentümerin oder der Eigentümer die Räume und Flure bis zum 31. Dezember 2015 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder in den in Satz 1 genannten Räumen und Fluren sind die Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter, sonstige Nutzungsberechtigte oder andere Personen, die die tatsächliche Gewalt über die Wohnung ausüben, verantwortlich, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst. § 56 Satz 2* gilt entsprechend.

*§ 56 Satz 2: Erbbauberechtigte treten an die Stelle der Eigentümer.

 

Rauchwarnmelder in Nordrhein-Westfalen

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Nordrhein-Westfalen: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2016

Gesetzliche Grundlage: § 49 Abs. 7 der nordrhein-westfälischen Landesbauordnung

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31. März 2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.

 

Rauchwarnmelder in Rheinland-Pfalz

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Rheinland-Pfalz: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: Am 11.7.2012 abgelaufen

Gesetzliche Grundlage: § 44 Abs. 8 der rheinland-pfälzischen Bauordnung

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Bestehende Wohnungen sind in einem Zeitraum von fünf Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes* entsprechend auszustatten.

*Inkrafttreten 12.7.2007

 

Rauchwarnmelder im Saarland

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten im Saarland: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2016

Gesetzliche Grundlage: § 46 Abs. 4 der Landesbauordnung für das Saarland

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen und Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen und Besitzern, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

 

Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen schreiben Rauchwarnmelder in Wohnungen vor. In Sachsen gilt dies ab Januar 2016, aber nur für Neubauten.

 

Rauchwarnmelder in Sachsen

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Sachsen-Anhalt: Ja (seit 1.1.2016)

Keine Pflicht zur Nachrüstung von Bestandsgebäuden

Gesetzliche Grundlage: § 47 Abs. 4 der Sächsischen Landesbauordnung

Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, und Flure, die zu diesen Aufenthaltsräumen führen, sind jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten, soweit nicht für solche Räume eine automatische Rauchdetektion und angemessene Alarmierung sichergestellt sind. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

 

Rauchwarnmelder in Sachsen-Anhalt

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Sachsen-Anhalt: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2015

Gesetzliche Grundlage: § 47 Abs. 4 der Landesbauordnung von Sachsen-Anhalt

In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege aus Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Rauchwarnmelder sind auf Verlangen für Menschen mit nachgewiesener Gehörlosigkeit mit optischen Signalen auszustatten. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2015 dementsprechend auszustatten.

 

Rauchwarnmelder in Schleswig-Holstein

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Schleswig-Holstein: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: Am 31.12.2010abgelaufen

Gesetzliche Grundlage: § 49 Abs. 4 der schleswig-holsteinischen Landesbauordnung

In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümerinnen oder Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2010 mit Rauchwarnmelder auszurüsten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen oder Besitzern, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

 

Rauchwarnmelder in Thüringen

Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten in Thüringen: Ja

Übergangsfrist für den Einbau von Rauchwarnmeldern in Bestandsgebäuden: 31.12.2018

Gesetzliche Grundlage: § 48 Abs. 4 der Thüringischen Landesbauordnung

Zum Schutz von Leben und Gesundheit müssen in Wohnungen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Vorhandene Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2018 mit Rauchwarnmeldern auszurüsten. Die Einstandspflicht der Versicherer im Schadensfall bleibt unberührt.

Quelle: haufe.de

Categories: Immo-News | Comments 825 Boom auf dem Wohnungsmarkt hält unvermindert an

Der Wohn­im­mo­bi­li­en­boom bleibt auch 2019 er­hal­ten, sagt En­gel & Völ­kers.

Der Auf­wärts­trend auf dem deut­schen Wohn­im­mo­bi­li­en­markt setz­te sich laut dem Markt­be­richt 2018 von En­gel & Völ­kers un­ge­bro­chen fort. Ei­gen­tums­woh­nun­gen ver­teu­er­ten sich bei den An­ge­bots­prei­sen um 6,4%, Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser so­gar um 7%. Ein En­de des Trends sei auch 2019 nicht zu erwarten.

„So­lan­ge die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft die stei­gen­de Nach­fra­ge nicht be­die­nen kann, wer­den die Prei­se in zen­tra­len In­nen­stadt­la­gen und um­lie­gen­den Re­gio­nen wei­ter an­zie­hen“, pro­gnos­ti­ziert Kai End­ers, Vorstandsmitglied von En­gel & Völ­kers, für das kom­men­de Jahr. Spit­zen­rei­ter un­ter den 60 für die Ana­ly­se aus­ge­wähl­ten Städ­te war, ist und bleibt vor­aus­sicht­lich Mün­chen. Dort wur­den mit 7.630 Eu­ro die höchs­ten durch­schnitt­li­chen Prei­se pro qm of­fe­riert. In Frank­furt wa­ren es 5.408 Eu­ro/qm, in Ham­burg 4.679 Eu­ro/qm. Mit ei­nem durch­schnitt­li­chen Ob­jekt­wert von 448.000 Eu­ro für Ei­gen­tums­woh­nun­gen ver­fügt Mün­chen über die höchs­ten Kauf­prei­se al­ler be­trach­te­ten Stand­or­te (durch­schnitt­li­cher Ob­jekt­wert in Deutsch­land: 253.000 Eu­ro). Im Markt der Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser er­reich­te Mün­chen mit 16 Mio. Eu­ro eben­falls den Spitzenwert.

Die Spit­zen­po­si­ti­on beim Um­satz­ran­king auf dem Häu­ser­markt (Ein -und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser) nimmt wie im Vor­jahr aber Ham­burg mit 1,67 Mrd. Eu­ro ein. Mit ei­nem Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men von 1,26 Mrd. Eu­ro hat München die Bun­des­haupt­stadt Ber­lin (1,21 Mrd. Eu­ro) vom zwei­ten Platz ab­ge­löst. Auch Uni­ver­si­täts­städ­te wie Kon­stanz, Bie­le­feld und Aa­chen konn­ten ihr Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men deut­lich ge­gen­über dem Vor­jahr steigern.

Ber­lin führt im Seg­ment Wohnungen

Im Woh­nungs­seg­ment führt Ber­lin mit 5,7 Mrd. Eu­ro das Um­satz­ran­king an. Mit rund 21.000 Ver­käu­fen wur­den hier mehr als dop­pelt so vie­le Woh­nun­gen ver­mit­telt wie im zweit­plat­zier­ten Mün­chen. Ge­mein­sam mit Ber­lin und Mün­chen tei­len sich Ham­burg, Frank­furt am Main, Köln, Stutt­gart und Düs­sel­dorf über 61% des Um­satz­vo­lu­mens auf dem Woh­nungs­markt. Aber auch klei­ne­re Städ­te wie Lü­beck, Mag­de­burg oder Fürth ha­ben deut­li­chen Um­satz­zu­wachs zu ver­zeich­nen. An der Spit­ze der Stei­ge­rungs­ra­ten liegt Chem­nitz. Dort ha­ben sich Ver­käu­fe in­ner­halb ei­nes Jah­res so­gar auf 146,4 Mio. Eu­ro ver­dop­pelt (+109%).

Der Aus­blick für 2019 von En­gel & Völ­kers ist durch­gän­gig po­si­tiv: Wäh­rend sich der Im­mo­bi­li­en­markt in den Bal­lungs­räu­men wei­ter­hin po­si­tiv ent­wi­cke­le, sei­en in Zu­kunft auch in mit­tel­gro­ßen und klei­ne­ren Städ­ten über­durch­schnitt­li­che Wachs­tums­ra­ten zu er­war­ten. „Die star­ke Kon­junk­tur, aus­ge­präg­te Lohn­zu­wäch­se und das nied­ri­ge Zins­ni­veau schaf­fen ak­tu­ell idea­le Fi­nan­zie­rungs­be­din­gun­gen für den Im­mo­bi­li­en­er­werb in Deutsch­land“, sagt Kai Enders.

Quelle: immobilien-zeitung.de

Categories: Immo-News | Comments 824 Weihnachtsdeko hat Grenzen

Rund um Weihnachten gilt ein Spruch ganz besonders: Über Geschmack lässt sich streiten. Einer liebt um die Balkonbrüstung gewundene, bunt blinkende Lichterketten, ein anderer bläst den „über“-lebensgroßen Weihnachtsmann für den Vorgarten auf. Und ein Dritter kann dem Hype ums Fest gar nichts abgewinnen. Doch was müssen auch Weihnachtsmuffel hinnehmen? Und wo sind die Grenzen?

„Grundsätzlich ist in der gemieteten Wohnung oder im selbst genutzten Eigentum erlaubt, was gefällt“, sagt Eva Neumann, Sprecherin von Haus & Grund Deutschland in Berlin. „Nur weil dem Nachbarn die Dekoration zu ausgefallen ist, hat er noch kein Recht, dagegen vorzugehen.“ Doch über die Maßen gestört oder sogar gefährdet dürfe keiner werden. Ein Überblick über typische Streitpunkte:

 

Leuchtdeko

Das Landgericht Berlin hat in einem Urteil festgestellt, dass es eine weitverbreitete Sitte ist, Fenster und Balkone in der Weihnachtszeit mit elektrischer Beleuchtung zu schmücken (Az.: 65 S 390/09).

„Allerdings sollte eine elektrische Beleuchtung nicht ständig und dauerhaft in die gegenüberliegende Wohnung scheinen“, schränkt Ulrich Ropertz ein. Er ist Geschäftsführer beim Deutschen Mieterbund in Berlin. Um Mitternacht ins Schlafzimmer blinkende Lichter muss also niemand akzeptieren. „Weihnachtsbeleuchtung darf nicht wesentlich heller sein als die sonstige Beleuchtung vor Ort“, erklärt Eva Neumann, Sprecherin von Haus & Grund Deutschland in Berlin. Einige Kommunen haben demnach in Satzungen Obergrenzen für die Dauer der Beleuchtung, die erlaubte HeIligkeit und die erlaubte Lautstärke festgelegt. Wer Ärger vermeiden möchte, schaltet Lichter zu den üblichen Ruhezeiten zwischen 22 und 6 Uhr aus. Hierfür bieten sich Zeitschaltuhren an.

 

Befestigung am Haus

Ob kraxelnde Weihnachtsmänner an der Hauswand oder Rentiere auf dem Dach – vieles ist möglich. Es darf nur niemand gestört oder gefährdet werden, zudem muss die Dekoration sicher und ordnungsgemäß angebracht sein, so Ropertz. Außendekoration muss auch starkem Wind standhalten. „Mieter sollten in der Regel mit dem Eigentümer sprechen, bevor sie in die Balkonwand bohren und den Weihnachtsmann mithilfe von Dübeln befestigen“, sagt Neumann. Wird das Gebäude beschädigt, dürften Vermieter oder andere Miteigentümer verlangen, dass der Schmuck entfernt und der Schaden behoben wird.

 

Stürzt jemand, haftet der Dekorateur

Sowohl Nachbarn als auch der Vermieter müssen eine Treppenhaus-Deko nicht ohne Weiteres hinnehmen, sondern können ihre Entfernung fordern, zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Münster (Az.: 38 C 1858/08). Kerzen im Treppenhaus sind aufgrund der Brandgefahr ohnehin tabu. „Das Treppenhaus ist nur zur Mitbenutzung an die Mieter überlassen“, erklärt Beate Heilmann, Rechtsanwältin in Berlin und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Entsprechend kann hier keiner allein entscheiden. Woran die anderen Mieter keinen Anstoß nehmen dürfen, sind weihnachtliche Kränze an der Wohnungstür, so ein Urteil des Landgerichts Düsseldorf (Az.: 25 T 500/89). Beschädigt werden darf auch hier nichts. Selbst wenn sich bei der Treppenhaus-Deko alle Mieter einig sind, sollte sie sicher angebracht sein. Fällt jemand durch ein Kabel auf dem Treppenabsatz und verletzt sich, haftet der Dekorateur.

Quelle: top-immobilien.de/service/newsletter/

Categories: Wissen-Spezial | Comments 823 Leipziger Weihnachtsmarkt 2018

Der Leipziger Weihnachtsmarkt findet vom 27. November bis 23. Dezember 2018 in verschiedenen Marktbereichen der Innenstadt statt. Seine Tradition reicht bis in das Jahr 1458 zurück. Damit gilt er als zweitältester Weihnachtsmarkt Deutschlands. Wie vor 500 Jahren fügt sich der Leipziger Weihnachtsmarkt auch heute harmonisch in die faszinierende historische Kulisse der Innenstadt ein. Mit seinen rund 300 originell geschmückten Ständen wird er seinem Ruf als einer der größten und schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland gerecht.

Traditioneller Hauptbereich des Weihnachtsmarktes ist der Markt. Dort befinden sich unter anderem eine 20 Meter hohe Tanne und die Marktbühne mit ihrem umfangreichen Weihnachtsprogramm. Auf dem Augustusplatz bietet ein 38 Meter hohes Riesenrad einen einzigartigen Blick über Leipzig. Im Salzgässchen lädt das historisch nachempfundene Etagenkarussell zu einer Fahrt ein. Einer der Höhepunkte des Weihnachtsmarktes wird am 22. Dezember 2018 ab 16 Uhr die neunte Auflage der Bergparade sein. Beim großen vorweihnachtlichen Bergaufzug aus dem Erzgebirge durchlaufen fünf Bergmannskapellen mit ca. 200 Bergmusikern und ca. 450 Uniformträgern die Innenstadt und spielen dabei traditionelle erzgebirgische Lieder.

Die Besucher schätzen vor allem die Kinderfreundlichkeit des Leipziger Weihnachtsmarktes. Ob der Märchenwald auf dem Augustusplatz mit seinen vielen Erlebnisbereichen oder die Weihnachtsmann-Sprechstunden Mittwoch bis Sonntag ab 16 Uhr auf der Marktbühne: In Leipzig kommen die kleinen Besucher auf ihre Kosten. Aber auch für die Großen gibt es neben einem in seiner Vielfalt einzigartigen Warenangebot viele touristische Höhepunkte. Der historische Weihnachtsmarkt „Alt Leipzig“ bringt den Besuchern auf dem Naschmarkt die Kunst- und Handwerkstraditionen Leipzigs nahe. International geht es auf dem Augustusplatz zu: Dort präsentieren sich ein finnisches Dorf mit landestypischem Handwerk und Köstlichkeiten wie Flammlachs und Glögi sowie ein weihnachtliches „Südtiroler Dorf“, bei dem die Besucher Schüttelbrot, Kaminwurzen und natürlich Winzer-Glühwein genießen können.

Auf dem Weihnachtsmarkt laden viele Leckereien wie ofenfrische Brezeln, Pulsnitzer Lebkuchen, Glühwein und Glühbier, Leipziger Stollen, Marillen-Punsch oder die beliebte Feuerzangenbowlenpyramide auf dem Nikolaikirchhof zum Naschen und Verweilen ein. Besonders begehrt sind der erzgebirgische Weihnachtsschmuck sowie die große Auswahl an Spielwaren, Keramik und Gewürzen. Der Besucher sollte nicht versäumen, den traditionellen Posaunenbläsern zu lauschen, die vom Balkon des Alten Rathauses (Mo-Do 18 Uhr, Fr 18:30 Uhr, Sa-So 13 Uhr und 19 Uhr) musizieren. Der weltberühmte Thomanerchor tritt in der Adventszeit mit Konzerten in der Thomaskirche auf.

Der Leipziger Weihnachtsmarkt ist Sonntag bis Donnerstag durchgehend von 10 bis 21 Uhr geöffnet, Freitag bis Samstag von 10 bis 22 Uhr. Nachtschwärmern wird Samstag, der 15. Dezember gefallen, denn dann findet erstmals die „Lange Nacht des Weihnachtsmarktes“ statt. Alle Stände haben bis 23 Uhr geöffnet. In der Tourist-Information (Katharinenstraße 8) ist ein Prospekt des „Leipziger Weihnachtsmarkts“ erhältlich, der auch einen Innenstadtplan enthält.

Wer Leipzig zur Weihnachtszeit besuchen möchte, kann bei der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH das dreitägige Reiseangebot „Weihnachtszauber in Leipzig“ buchen. Der Preis beträgt ab 169 Euro (pro Person im DZ). Weitere Informationen und Buchung: www.leipzig.travel/weihnachtszauber

Zur Historie: Die erste nachweisbare Erwähnung des Leipziger Weihnachtsmarkts erfolgte im „Leipzigschen Geschichtsbuch“ (1714) durch Johann Jacob Vogel: „Anno 1458 hat Churfürst Friedrich Marggraff zu Meissen und Hertzog zu Sachsen den Weynachtsmarckt öffentlich ausgeschrieben und die Stadt wegen der geleisteten treuen Dienste so Ihme von dem Rathe und der Bürgerschaft erweisen damit begnadiget.“

Quelle: presseportal.de
Bild: obs/Leipzig Tourismus und Marketing GmbH/Andreas Schmidt

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