841 Schäden am Parkett: Wann haften Mieter?

Kratzer, Dellen, Wasser¬≠flecken: Parkett¬≠b√∂den sehen nach einigen Jahren oft mitge¬≠nommen aus ‚ÄĒ vor allem wenn Tiere oder Kinder im Haushalt leben. Doch ob Mieter daf√ľr aufkommen m√ľssen, h√§ngt von der Art des Schadens und dem Alter des Bodens ab. Darauf macht das R+V‚ÄĎInfocenter aufmerksam.

Normale Abnutzung gehört dazu

Wohnen hinter¬≠l√§sst Spuren auf Holzb√∂den oder Laminat. Doch nicht immer m√ľssen Mieter beim Auszug daf√ľr gerade¬≠stehen. ‚ÄúEntschei¬≠dend ist, ob es sich um normale Abnut¬≠zung handelt oder ob die Sch√§den dar√ľber hinaus¬≠gehen‚ÄĚ, sagt Michael Rempel, Jurist bei der R+V Versi¬≠che¬≠rung. Das bedeutet: Oberfl√§ch¬≠liche Kratzer und kleine Kerben sind auf Dauer unver¬≠meidbar. Dasselbe gilt f√ľr hellere Fl√§chen oder Abdr√ľcke an Stellen, wo ein M√∂bel¬≠st√ľck gestanden hat. Tiefe Kratz¬≠spuren etwa von Tieren, Wasser¬≠flecken oder starker Abrieb von Stuhl¬≠rollen sind hingegen vermeidbar. ‚ÄúDer Mieter ist dazu verpflichtet, das Parkett schonend zu behan¬≠deln, zumin¬≠dest in einem zumut¬≠baren Umfang‚ÄĚ, erkl√§rt R+V‚ÄĎExperte Rempel.

Haftung h√§ngt von Art und Alter ab

Weist der Boden mehr als nur oberfl√§ch¬≠liche Gebrauchs¬≠spuren auf, kann der Vermieter Schaden¬≠er¬≠satz fordern. Aller¬≠dings haftet der Mieter nur anteilig, abh√§ngig von der Mietzeit. Auch das Alter des Bodens spielt eine Rolle. Ein Parkett¬≠boden hat gew√∂hn¬≠lich eine Lebens¬≠zeit von zehn bis zw√∂lf Jahren und muss anschlie¬≠√üend minde¬≠stens abgeschliffen und versie¬≠gelt werden. ‚ÄúSolche Ma√ünahmen sind aber grund¬≠s√§tz¬≠lich Sache des Vermie¬≠ters und geh√∂ren nicht zu den Sch√∂n¬≠heits¬≠re¬≠pa¬≠ra¬≠turen‚ÄĚ, sagt Rempel. Nur wenn sich der Mieter per Vertrag verpflichtet hat, umfang¬≠reiche Renovie¬≠rungen durch¬≠zu¬≠f√ľhren, k√∂nnen andere Regeln gelten. ‚ÄúOft zahlt der Mieter im Gegenzug weniger Miete und profi¬≠tiert so ebenfalls von dieser Absprache.‚ÄĚ

Weitere Tipps des R+V‚ÄĎInfocenters:

- Je nach Verein¬≠ba¬≠rung geh√∂rt das Strei¬≠chen oder eine gr√ľndliche

Reini¬≠gung der B√∂den w√§hrend der Mietzeit oder bei Auszug zu den

Schön­heits­re­pa­ra­turen.

- Die Erneue­rung von Boden­be­lägen ist hingegen keine notwendige

Schön­heits­re­pa­ratur. Steht im Mietver­trag, dass das Parkett bei

Auszug abgeschliffen oder neu versie¬≠gelt werden muss, ist damit

die gesamte Klausel zu Schön­heits­re­pa­ra­turen unwirksam.

- Ein Überga­be­pro­to­koll bei Einzug sichert Mieter und Vermieter

  1. Denn hier können bereits vorhan­dene Schäden am Parkett oder

Laminat festge¬≠halten werden ‚ÄĒ am besten schrift¬≠lich und mit

Beweis­foto.

- Wer Tiere in der Wohnung h√§lt, sollte √ľber eine

Tierhaft¬≠pflicht¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung nachdenken. Diese deckt auch

Mietsach¬≠sch√§den ab. Sch√§den durch Abnut¬≠zung oder √ľberm√§√üige

Beanspru­chung sind jedoch ausgeschlossen.

- Das gleiche gilt f√ľr die private Haftpflicht¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung. Sie

springt bei Mietsach¬≠sch√§den ein, wenn diese durch einen

einma­ligen Vorfall hervor­ge­rufen wurden, also beispielsweise

wenn dem Mieter eine volle Blumen­vase aus der Hand gefallen ist.

Quelle: R+V Infocenter, √ľbermittelt durch presseportal.de
Categories: Immobilien Wissen & News | Comments 837 Beim Dach kann das Sparen teuer werden

Wer derzeit wegen des Fachkr√§ftemangels m√∂glicherweise nicht sofort einen Handwerker findet, sollte lieber eine Wartezeit in Kauf nehmen als zur Selbsthilfe zu greifen. Das gilt ganz besonders f√ľr Arbeiten am und auf dem Dach.

Nat√ľr¬≠lich mag es verlockend sein, beim Neubau die ‚ÄěMuskel¬≠hy¬≠po¬≠thek‚Äú einzu¬≠setzen und die W√§rme¬≠d√§m¬≠mung selbst in die Hand zu nehmen. Doch die Gefahr von teuren Folge¬≠sch√§den ist gr√∂√üer als die ‚ÄěEinspa¬≠rung‚Äú ‚Äď erst recht bei den weiterhin niedrigen Zinsen. Schon kleine M√§ngel bei der Verar¬≠bei¬≠tung der D√§mmung, undichte Dampf¬≠sperren oder gar der Einsatz der falschen D√§mmstoffe z. B. rund um den Kamin werden zur teuren Erfah¬≠rung. Treten ‚Äď oft erst nach Jahren ‚Äď erste sicht¬≠bare Spuren wie Stock¬≠flecken als Vorboten des Schim¬≠mel¬≠be¬≠falls auf, wird eine Total¬≠sa¬≠nie¬≠rung der D√§mmung unumg√§nglich.

Selbst ist der Mann ‚ÄĒ oder vielleicht doch nicht?

Dachziegel und Dachpfannen selbst verlegen ‚Äď das kann doch jeder? Sp√§te¬≠stens, wenn der erste Sturm zu Sch√§den mangels vorge¬≠schrie¬≠bener Windsog¬≠si¬≠che¬≠rung f√ľhrt, h√∂rt auch f√ľr die Geb√§u¬≠de¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung das Verst√§ndnis f√ľr ‚Äě√∂kono¬≠mi¬≠sches Bauen‚Äú auf. Die Schadens¬≠re¬≠gu¬≠lie¬≠rung kann dann teilweise oder sogar ganz verwei¬≠gert werden.

Wird bei der Eindeckung mit Ziegeln oder Pfannen die Regel­d­ach­nei­gung ohne Zusatz­maß­nahmen am Unter­dach unter­schritten, kann Regen­ein­trieb die Dachwoh­nung in ein Feucht­biotop verwan­deln. Und auf den Dachfen­ster­einbau in Eigen­regie sind Bauherren nur so lange stolz, bis die ersten Wasser­ränder am Innen­rahmen auf teure Einbau­fehler hinweisen.

Bei der Montage von Solar¬≠an¬≠lagen ‚Äď ob aufge¬≠st√§n¬≠dert oder ins Dach integriert ‚Äď sind die gleichen hohen Anfor¬≠de¬≠rungen wie an Dachein¬≠deckungen einzu¬≠halten. Welcher Laie kennt die schon?

Es gilt die Regel: Safety First

Und wie steht es eigent¬≠lich mit der Sicher¬≠heit auf der Dachbau¬≠stelle? Diese Frage inter¬≠es¬≠siert die Berufs¬≠ge¬≠nos¬≠sen¬≠schaft nicht erst, wenn etwas passiert ist und der Bauherr m√∂gli¬≠cher¬≠weise in Regress genommen wird. Baustel¬≠len¬≠kon¬≠trollen sind jeder¬≠zeit m√∂glich. Von der Bundes¬≠an¬≠stalt f√ľr Arbeits¬≠schutz und Arbeits¬≠si¬≠cher¬≠heit BAuA wurden 432 t√∂dlich verlau¬≠fende Absturz¬≠un¬≠f√§lle unter¬≠sucht. 49 davon (=11,3 %) erfolgten dabei nur aus H√∂hen von bis zu 2 m

Gr√ľnd¬≠lich √ľberlegen sollte jeder Bauherr und Hausbe¬≠sitzer, ob er ‚Äěg√ľnstigen Angeboten‚Äú an der Haust√ľre den Zuschlag erteilt. Hier ist oft nicht nachvoll¬≠ziehbar, ob der hausie¬≠rende Anbieter √ľberhaupt die Quali¬≠fi¬≠ka¬≠tion und Befugnis besitzt, Dachar¬≠beiten auszu¬≠f√ľhren. Auch ob eine Haftpflicht¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung besteht, die gesetz¬≠lich vorge¬≠schrie-bene Gef√§hr¬≠dungs¬≠be¬≠ur¬≠tei¬≠lung vorab erstellt wird und die Entsor¬≠gung von Alt- und Reststoffen ordnungs¬≠gem√§√ü erfolgt, ist f√ľr den Auftrag¬≠geber oft nicht nachvoll¬≠ziehbar. Dennoch ist er mit in der Haftung.

Sicher­heit genießt, wer sich als Auftrag­geber an Dachdecker­be­triebe wendet, die ihr Handwerk gelernt haben. Nicht umsonst besteht auch weiterhin im Dachdecker­hand­werk die Meisterpflicht.

Quelle: dashoefer.de

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