Trotz der Coronapandemie bleiben Wohnungsbesichtigungen weiterhin gefragt – und auch möglich. Anbieter und Interessenten sollten dabei dennoch umsichtig vorgehen.

Das Coronavirus ist in Deutschland auf dem Rückzug. Das sorgt für weitreichende Lockerungen bei den Vorsichtsmaßnahmen. Die Gute Nachrichten für alle, die jetzt mieten oder vermieten wollen: Besichtigungen sind weiterhin möglich. Explizit verboten waren Wohnungsbesichtigungen nie, Experten verwiesen jedoch auf die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot. Allerdings wurde die Gültigkeit der Ausgangsbeschränkungen von verschiedenen Gerichten zumindest angezweifelt und seit dem 6. Mai von einigen Bundesländern ganz aufgehoben. Dennoch gibt es während der Coronapandemie noch ein paar Dinge zu beachten.

Abstand bei Besichtigungen

Die allgemein gültigen Maßnahmen, wie Abstand halten und das Einhalten der Hygieneregeln, sind natürlich auch im Rahmen von Besichtigungen wichtig. Auf Vermietung und Verkauf sollte trotzdem nicht verzichtet werden. Gerade jetzt darf das Suchen von Mietern nicht zum Erliegen kommen: „Es ist sogar wichtig, dass der Wohnraum weiterhin bereitgestellt wird,“ sagt Julia Wagner vom Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V. Haus & Grund Deutschland.

Für Interessenten, die möglicherweise aus Angst nicht persönlich zur Besichtigung kommen wollen, kann der Anbieter eine virtuelle Besichtigung durchführen und damit auch sein persönliches Risiko minimieren. „Viele Fragen können auch per Telefon oder im Rahmen einer Videokonferenz geklärt werden“, schlägt Wagner vor.

Was sollte während der Coronakrise bei Besichtigungen beachtet werden?

Aufgrund der Abstandsgebote sollten in erster Linie Einzelbesichtigungen stattfinden. Massenbesichtigungen, wie man sie aus Ballungszentren kennt, sind nicht gestattet. Auf jeden Fall sollten Anbieter und Interessenten auf die empfohlenen Hygieneregeln achten und beispielsweise auf den Handschlag zur Begrüßung verzichten.

Die bundesweite Maskenpflicht gilt für Bereiche, in denen das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann, meist betrifft das die öffentlichen Verkehrsmittel, in manchen Bundesländern auch Geschäfte. Zum Schutz aller Beteiligten sollte auch bei Besichtigungen ein Nasen- und Mundschutz getragen werden.

Tipps für die Besichtigung während der Coronakrise

  • Bereits im Exposé auf Einzelbesichtigungen hinweisen.
  • Kein Körperkontakt – aufs Händeschütteln verzichten und auch auf die Nies- und Hustenetikette achten, zudem einen Abstand von ein bis zwei Metern zueinander halten.
  • Kein Austausch von Dokumenten – diese besser vorab oder direkt nach dem Termin dem Interessenten digital zukommen lassen.
  • Kontakt zu Gegenständen meiden – offene Innentüren ermöglichen eine Besichtigung, ohne ständig Klinken anfassen zu müssen. Sollte dies nicht immer möglich sein, dann sollten alle Kontaktflächen regelmäßig gründlich desinfiziert werden.
  • Desinfektionsmittel – für Anbieter empfiehlt sich ein Fläschchen Desinfektionsmittel, damit Interessenten ihre Hände desinfizieren können und bei der Besichtigung entspannt sein können
  • Community- oder Schutzmaske – über die bundesweite Maskenpflicht, für beispielweise den ÖPNV, hinaus empfiehlt sich für Anbieter das Tragen einer Maske über Nase und Mund beim Treffen zu einer Besichtigung, um dem Interessenten Sicherheit zu signalisieren
  • Bei einer Besichtigung vor Ort können offene Türen helfen die Kontaktflächen aller möglichst minimal zu halten.

Muss der Mieter während der Coronapandemie der Besichtigung seiner Wohnung zustimmen?

Eine Wohnung, die bereits gekündigt ist, sollte weitervermietet werden können. Daher muss auch für die Besichtigung einer noch bewohnten Wohnung eine Möglichkeit gefunden werden, wie diese Interessenten gezeigt werden kann.

Besondere Rücksicht sollte dabei auf diejenigen genommen werden, die aus gesundheitlichen Gründen Angst vor Kontakten haben. Ebenso ist besondere Vorsicht bei gefährdeten Personen geboten. Wenn ältere Personen oder jene mit Vorerkrankungen beteiligt sind, sollten, im Falle einer unumgänglichen Besichtigung, die Vorsichtsmaßnahmen umso schärfer ausfallen. In jedem Fall sollten die Umstände für den Mieter zumutbar bleiben und die Gesundheit aller im Vordergrund stehen.

Achtung: Für Mieter, die unter Quarantäne stehen, „gelten andere Regeln. Hier ist das Gesundheitsamt zu befragen, wie vorgegangen werden soll“, sagt Julia Wagner.

 

Quelle: immowelt.de

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