Die wichtigsten Fakten:

  • Wohnimmobilienpreise in Deutschland dürften weiter steigen
  • Gewerbeimmobilien bleiben interessant
  • Insbesondere Logistikobjekte könnten Renditepotenzial bieten

Die durchschnittlichen Wohnimmobilienpreise in Deutschland kannten in den vergangenen Jahren nur eine Richtung: aufwärts. Dieser Trend könnte sich zwar verlangsamen, dürfte aber 2019 insbesondere in den Ballungsgebieten anhalten – denn es wird weiterhin zu wenig gebaut, um die jährliche Nachfrage zu befriedigen. Nach Einschätzung der Deutschen Bank werden dafür pro Jahr mindestens 350.000 neue Wohnungen in der Bundesrepublik benötigt. Seit mehreren Jahren bleibt die Zahl der fertiggestellten Einheiten jedoch deutlich darunter. Eine signifikante Ausweitung der Bautätigkeit scheint aufgrund bereits ausgelasteter Kapazitäten im Baugewerbe, Schwierigkeiten vieler Firmen bei der Suche nach Fachkräften und strenger Bauauflagen auch mittelfristig nicht in Sicht. Gleichzeitig dürfte die Nachfrage aufgrund des anhaltenden Zuzugs in die Städte und der mitunter weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen hoch bleiben.

Nach Einschätzung der Deutschen Bank könnte es noch bis zum Jahr 2022 dauern, bis die Zahl neuer Wohnungen die jährliche Nachfrage übersteigt. Erst dann dürfte der bestehende Nachfrageüberhang von bis dahin deutlich über einer Million Wohnungen allmählich abgebaut werden und sich der Preisanstieg spürbar dämpfen. Mit dem medial viel diskutierten Platzen einer vermeintlichen Immobilienblase am deutschen Wohnimmobilienmarkt rechnet die Deutsche Bank in den kommenden Jahren nicht: Der preisliche Aufschwung basiert bislang nicht auf einer Ausweitung der Hypothekenkredite.

Büroimmobilien bleiben interessant

Auch der Büroimmobilienmarkt in Deutschland bietet weiterhin gute Aussichten. Niedrige Leerstandsquoten von rund 3 Prozent wie in Berlin könnten über die kommenden vier Jahre zu Mietsteigerungen von insgesamt mehr als 20 Prozent führen. Damit gehört die Hauptstadt neben Madrid zu den interessantesten Standorten in ganz Europa.Nicht überall auf der Welt zeigt sich jedoch solch ein positives Bild: Einige Märkte wie Australien oder Kanada weisen bereits Anzeichen einer Überhitzung auf. Andere Büroimmobilienmärkte wie Hongkong könnten darüber hinaus aufgrund des weltweiten Handelsstreits zunehmend unter Druck geraten.

Nachfrage nach Logistikflächen dürfte weiter zunehmen

Im Bereich der Gewerbeimmobilien nach wie vor am aussichtsreichsten erscheint aus Sicht der Deutschen Bank regionenübergreifend der Logistiksektor. Aufgrund der weltweit anhaltend hohen Wachstumsaussichten im Online-Handel dürfte die Nachfrage nach nationalen Verteilungsstationen und regionalen Warenlagern zunehmen und die Preisentwicklung entsprechender Logistikflächen stützen. Profitieren könnten aufgrund der gestiegenen Anforderungen der Kunden hinsichtlich Flexibilität und Lieferzeit insbesondere moderne, etwa hinsichtlich der Automatisierung zeitgemäß ausgestattete Objekte.Im Segment der Einzelhandelsimmobilien rechnet die Deutsche Bank aufgrund des Siegeszugs des Online-Handels hingegen mit eher begrenzten Renditemöglichkeiten – zumal insbesondere in den USA zwar weiterhin moderne Einkaufszentren gebaut werden und Besucher anziehen, gleichzeitig aber die Nachfrage nach klassischen Einzelhandelsimmobilien zusätzlich belasten.

Für entsprechend risikobereite Anleger könnte ein Immobilieninvestment auch im Jahr 2019 einen interessanten Depotbestandteil darstellen – insbesondere, wenn Wert auf regelmäßige Erträge gelegt wird. Da es regional auch zu rückläufigen Preisentwicklungen am Immobilienmarkt kommen kann, sind eine breite Streuung des Investments und eine genaue Auswahl der Anlageziele ratsam.

Quelle: deutsche-bank.de

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