Alle unter einem Dach

Beim Begriff „Eigenheim“ denken die meisten Menschen an ein alleinstehendes Einfamilienhaus mit Garten im Grünen. Doch sind großzügige Objekte in attraktiven Regionen für Normalverdiener kaum noch erschwinglich. Daher werden immer öfter Doppel- und Reihenhäuser gebaut, die Grundstücks- und Baukosten für die einzelne Partei senken. Es gibt aber auch noch andere Optionen, Kosten zu teilen – etwa das Wohnen mit den Eltern oder Schwiegereltern. Diese Modelle werden aufgrund ihrer vielen Vorteile wieder beliebter, wie eine aktuelle Studie der PSD Bank Nord unter 500 Bürgern und Bürgerinnen aus dem Stadtgebiet sowie dem angrenzenden Umland zeigt. 53 Prozent der regional Befragten sind für diese Art des Zusammenlebens offen. In der gesamten Bundesrepublik sind ebenso viele Menschen dafür zu begeistern, wie eine Vergleichsbefragung unter 1.000 Menschen über alle Bundesländer zeigt.

In den Monaten des Lockdowns ist vielen Familien klar geworden, dass sie ihre Wohnsituation gern verändern möchten. Die Suchanfragen nach Häusern mit Garten im Umland sind deutlich gestiegen. Die steigende Nachfrage lässt aber auch die ohnehin schon hohen Immobilienpreise weiter in die Höhe klettern. Für viele Normalverdienende sind die Summen für das Eigenheim längst kaum mehr aufzubringen. Es sei denn, man tut sich zusammen, beispielsweise mit den Eltern oder denen des Partners.

Familien rücken wieder stärker zusammen

Was früher ganz normal war, nämlich in unmittelbarer Umgebung zur Elterngeneration zu wohnen und sich gegenseitig zu unterstützen, wird heute wieder zum Trend. Können Kinder regelmäßig nach Schule oder Kita auch von den Großeltern betreut werden, ermöglicht dies den Eltern, mehr zu arbeiten. Das wiederum trägt zu einem höheren Familieneinkommen bei und verschafft ihnen einen größeren Finanzierungsspielraum. Andersherum kann die ältere Generation besser unterstützt werden, wenn sie Hilfe oder Pflege benötigt. Diese Vorteile sieht zunehmend auch ein Großteil der Bevölkerung. Wie die bundesweite Befragung zeigt, ist die Bereitschaft für gemeinschaftliches Wohnen bei Familien (58 Prozent) sowie Großstadtbewohnern (59 Prozent) besonders ausgeprägt.

Gemeinsames Wohnen gibt es in vielen Formen

Fürs Wohnen mit mehreren Generationen gibt viele Möglichkeiten. So lässt sich beispielsweise ein großes Elternhaus sanieren beziehungsweise modernisieren und anschließend gemeinsam bewohnen. Ebenso ist es möglich, dass die junge Familie die Immobilie der Elterngeneration übernimmt und die Eltern einen Anbau oder auch ein eigenes Objekt in der Nähe bewohnen. Je städtischer die Gegend, desto eher sind Doppelhäuser beziehungsweise Neubauten mit zwei Wohnbereichen verbreitet.

Kostenteilung eröffnet mehr Handlungsspielraum

„Wohnen mit zwei Generationen kann eine deutlich bessere Alternative sein, als aus Kostengründen einen großen Kompromiss einzugehen oder sich finanziell zu sehr unter Druck zu setzen, um allein den Traum vom Eigenheim wahrmachen zu können.“ Gerade junge Familien benötigen oft eine professionelle, realistische Einordnung ihrer Wohnträume. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass sie nach Berücksichtigung aller Nebenkosten noch genügend Reserven haben, beispielsweise für die Küche und Bäder, Carport, Garten – aber auch für später anstehende Belastungen wie zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder. Ein Gemeinschaftsprojekt kann vor diesem Hintergrund eine gute Lösung sein. Wichtig dabei ist auch, dass sich die involvierten Parteien offen und ehrlich über Verpflichtungen und Erwartungen austauschen, und insbesondere bei einem gemeinsamen Neubauprojekt gegenseitig ihre finanzielle Ausgangsbasis transparent machen.

Über die Studie

Für die Studie „Wohnpläne und Wohntrends“ wurden im Auftrag der PSD Bank Nord 500 Bürger und Bürgerinnen ab 18 Jahren aus der Metropolregion Hamburg online befragt sowie außerdem 1.000 Bundesbürgerinnen und Bürger bundesweit. Die Befragungen wurden Ende 2020 durchgeführt.

+++ Detailergebnisse zur Studie sowie eine druckfähige Infografik zur freien Verwendung erhalten Sie auf Anfrage an presse@psd-nord.de +++

 

Quelle: presseportal.de

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